saison 2022/2023

(Die bisherigen Matchberichte sind neu im Archiv zu finden)

05.12.2022 (NLB, Saison 22/23, Runde 7)

Was für ein Spiel in Aigle! Das Erlebnis der jungen Emmentaler Truppe ist wohl am ehesten mit einem Ritt im Europapark gleichzusetzen.

Begonnen hat es mit einer zweiautoigen Fahrt in die anderssprachige Schweiz. Leider blieb dieses Jahr der wunderschöne Seeblick auf den Lac Léman im Nebel hängen. Bereits gut 90 Minuten vor Anwurf waren sämtliche Spieler der beiden Teams sowie die charmante Barbetreuung vor Ort. 

Das Spiellokal der Unterwallisser, Box 97, war von den Top Dartern sehr chic eingerichtet worden - jeder Storage Wars Zocker hätte sich beim Öffnen des Tors die Hände gerieben. 

Nach mehr oder weniger verbaler Aussprache der beiden Captains wurde wie ein Woche zuvor ein etwas vorgezogener Spielbeginn ausgehandelt. Achtung, fertig, 4:0 SDTE 1. So in etwa kann man die Doppelspiele des ersten Blocks beschreiben. Der Schwung konnte auch in den Einzeln mitgenommen werden und so gingen die Grünweissschwarzen mit 9:3 in Führung. Komfortabel, war man versucht zu sagen. 

Achtung, fertig, weiter gings. 0:4 in den Doppeln für Top Darts, 9:7 noch die Führung. Ein erster Schreckmoment konnte durch zwei Siege in Extremis im Madhouse (Doppel 1) verdaut werden, bald stand es 14:9 für das Emmental. 

Das Niveau der Partie nahm immer mehr zu, auch wenn die paar "verflixten" Legs den Averageliebhabern ein leicht verfälschtes Bild vermittelten. Und plötzlich trafen die Westschweizer die entscheidenden Doppel. Immer und immer wieder. 

Nach sechs (!) Einzel-Niederlagen in Folge lag SDTE 1 mit 14:15 in Rücklage. Da konnte Captain Etter noch lange die bedrückten Gesichter wegzureden versuchen, diese Phase war schlicht brutal aus Berner Sicht. Der sichergeglaubte Sieg hing plötzlich an seidenem Faden.  

Aufgestellt für die entscheidenden drei Einzel waren Dänu Böhlen, Dario Steiner und Teamleader Stifu Scheidegger. Daniel spielte bereits den ganzen Tag klasse und liess eine weitere brillante Leistung unter Druck folgen. 15:15. 

Während Stifu das erste Leg souverän und mit einem für ihn aussergewöhnlichen "Come on" - Ruf gewann, erkämpfte sich Dario ebenfalls die 1:0 Führung. 

Die Luft vibrierte nun regelrecht vor Spannung und beide Teams peitschten die Ihren sehr fair voran. Stifu skorte weiterhin wie wahnsinnig und stand nach zwei Darts seiner sechsten Aufnahme auf 50 Rest. Blick auf die Tafel - Gegner mit 173 Punkten nicht im Finish. Doch als er den Arm zum letzten Wurf anhob, wurde den Zuschauern plötzlich klar: Umstellen war keine Option...

Währenddessen hatten sich Dario und sein Gegner auf die Doppel runtergekämpft. Durch eine schöne 140 warf Dario auf das siegbringende Doppelfeld. Erster Pfeil auf Doppel 10 - inside. Zweiter Pfeil auf Doppel 5 - outside...

Stifus Pfeil flog in gewohnt hoher Flugbahn Richtung Scheibe. Streifte einen Draht. Und blieb im kleinen roten Punkt stecken - BULLSEYE und der 16. Sieg des Tages!!! Der Jubel bei den erleichterten Gästen brandete auf und mittenrein ein Schrei vom hinteren Board. Dario hatte soeben mit Eiseskälte den letzten Dart in die Doppel 5 geworfen. Nach fast fünf Stunden entluden sich alle Emotionen innerhalb von wenigen Sekunden. Was für ein Sieg der Emmentaler!

An dieser Stelle muss unbedingt die sehr faire Mannschaft von Top Darts erwähnt werden. Die Gastfreundschaft nahm auch nach der bitteren Niederlage kein Prozent ab - Chapeau.

SDTE 1 wurde in Aigle definitiv zum Siegerteam. Iwan zb. überwarf 2x NACHEINANDER 140 Rest, nur um das Spiel danach trotzdem noch zu drehen. Die schon fast ungewohnten Niederlagen der Leistungsträger Muck und Etter wurden von den Teamkollegen souverän korrigiert. Und im Angesicht der drohenden und zeitweise für unmöglich gehaltenen Niederlage nahmen die jungen Emmentaler die von Oliver Kahn geforderten Genitalteile in die Hände und holten sich den so wichtigen Sieg.

Tabellenrang 4 wurde gefestigt, der Abstand auf die Abstiegsplätze auf 9 Punkte vergrössert und der Anschluss an die erweiterte Spitze gehalten. Für die Fortsetzung im 2023 sind viele Optionen offen - Weiter so SDTE!!!

27.11.2022 (NLB, Saison 22/23, Runde 6)

 

14:18 - 19:13 - 14:18 - 19:13 - 14:18 ...

Das sind keine Wetterstations-Einträge eines Polarforschers, es sind die bisherigen Saisonresultate von Team 1 in der NLB. Schön für Freunde der Mathematik und heimlichen "Monk-Sympathisanten", weniger amüsant für die Punktetabelle. 
Zuversichtlich stimmte vor dem Fight gegen Gelterkinden 1 aber nicht nur der Algorithmus, sondern auch die Heimstärke der jungen Emmentaler. 

8 neue Gesichter tauchten bereits über eine Stunde vor Matchbeginn im schmucken Lokal zu Langnau auf, so dass Captain Etter nach Absprache den Spielbeginn sogar um 30 Minuten vorziehen liess. 

Der Start gegen "Gelti" verlief noch ein wenig verkrampft. Doppelrunde 2:2, Einzelrunde 4:4. Ausnahmsweise wurden danach in einem Anflug von techniktaktischtrainerischem Genie des Captainduetts Etter/Hofer die Doppelpaarungen durchgemischt - es sollte sich als Initialzündung für ein schönes Statement der Grünweissschwarzen herausstellen. 

Doppelrunde 4:0, Einzelrunde 7:1 - Der Mist war gekarrt! Tauchte das Fanionteam in der letzten Runde im Freiburgischen noch 5 Einzel lang und liess sich in ein mentales Tal treiben, wurde eine eindrückliche Reaktion gegen das bedauernswerte Gelti gezeigt. 

Am Ende lautete das Resultat 22:10, was allerdings die Stärkenverhältnisse nicht wirklich wiederspiegelte. Man darf aber sagen, dass die Emmentaler den Sieg am Ende ein "Müü" mehr gewollt haben. 

Spielerische Highlights: 

- 180 geliefert von Muck "ja-ja" Lehmann und Kevin "sìuuu" Weyermann
- 15 Dart-Leg von Muck, veredelt durch ein 118er Highfinish
- 150er Checkout am Draht verpasst (auch wenn's das Treblefeld war) von Iwan "der Unverwüstliche" Schertenleib

Emotionale Highlights:

- Ein äusserst fairer Verlierer inklusive extra angereisten Fans
- Ein weiteres Matchshirt als Zeichen der Freundschaft, welches von "Gelti" an uns übergeben wurde und mit Stolz an der Wand hängt

Schlag auf Schlag gehts nun weiter, am 04.12.2022 folgt die letzte Runde vor Weihnachten - in Aigle werden Top Darts erwartet! Andele SDTE!!!


12.11.2022 (NLB, Saison 22/23, Runde 5)

 

Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen traf Team 1 in Runde 5 auf den Aufsteiger Sense Steel 1. Die Fahrt ins neblige Heitenried hatte idyllische Züge an sich und es war beinahe schade, kurz vor Mittag aus der nasskalten Herbstwelt in den trockengrauen Zivilschutzbunker abzutauchen. 

 

Drinnen war angenehm eingerichtet und Zapfhahn, Mandelgipfel sowie nette Gastgeber sorgten für eine lockere Dartsatmosphäre. 

 

Ungewohnt abgeklärt entschieden die Emmentaler drei der ersten vier Doppelpartien für sich. Der Schock folgte aber postwendend. Die ersten 5 Einzel gingen allesamt ohne Legverlust an die Seisler – Ratlosigkeit machte sich breit. Durch einen guten Endspurt mit wichtigen drei Matches für die Grünweissschwarzen stand es nach den ersten Blöcken 6:6. 

 

Das Spiel war auf deutlich höherem Niveau als noch im Heimspiel gegen die Genfer. Alles in allem muss man neidlos anerkennen, dass die Freiburger eine Mannschaft zusammengetrommelt haben, welche sehr ausgeglichen und abgeklärt agiert. Jeder der acht Kontrahenten traf in wichtigen Momenten die Doppel, während den Emmentalern mit Fortschritt des Nachmittags langsam die Felle in Richtung Seisler-Nebelsuppe davonschwammen. 


Während Böhlen, Muck, Kilian, Reto, Stefan und Kevin allesamt Siege erspielen konnten, schafften es Iwan und Captain Etter nicht, auch nur eines ihrer drei Einzel zu gewinnen. Dieses Ungleichgewicht machte in summa den Unterschied aus. Auch wenn am Ende noch Resultatkosmetik betrieben wurde, war die Niederlage mit 14:18 weniger deutlich als das Spiel selbst.
 

Lichtblicke waren ein blitzsauberes 15-Dart Leg von Stefan Scheidegger (welcher ebenso eine 180 markierte), ein Hattrick an Einzelsiegen des «Neulings» Muck Lehmann und die Bemerkung im gemütlichen Gespräch mit einem Sense-Spieler: «Euer Teamspirit ist also wirklich klasse». 

Nun ja, die drei Punkte bleiben im Bunker, nach einigen Blindflügen fanden die Emmentaler Autos auch noch die Abzweigung in die Heimat und das nächste Spiel findet bereits in zwei Wochen statt – Vamonos SDTE! 

30.10.2022 (NLB, Saison 22/23, Runde 4)

Im nächsten NLB-Abenteuer begrüsste Team 1 eine bunte Schar Dartsfreunde aus der westlichsten Schweiz - Die Geneva Darts League. In den beiden Spielen letzte Saison konnte ausser Freundschaften nichts gewonnen werden. 

Das Gastteam traf mit ein paar unbekannten Gesichtern in Langnau ein, aber Teamleader wie John Shanahan, Patrick Rey und Juan Lopez liessen keinen Zweifel offen, dass ein heisser Kampf bevorstand. 

Die Partie startete im lauten Lokal (Team 2 spielte geichzeitig gegen die Steel Heroes) ausgeglichen. Von den ersten 12 Partien gingen sage und schreibe 11 in ein Entscheidungsleg - Nach Milchbüechlirechnung resultierte eine 7:5 Führung für Grünweissschwarz. Für ein frühes Highlight sorgte Stefan Scheidegger, welcher 130 Punkte zum Sieg ins Board schweben liess. 

Es sollte nicht der letzte Glanzpunkt bleiben: Muck Lehmann mit einer 180, Iwan mit einem 82er Checkout der Sorte "WahrscheinlichkeitsfreakEtterhatFreudedaran" (SB, 17, Tops) und viele erkämpfte Siegesdoppeltreffer versüssten den Dartnachmittag. In den letzten Einzeln konnte dank einer sagenhaften Teamleistung unter den Augen von Mentalcoach Brünu Burkhard der Sack endgültig zugemacht werden, 19:13 lautete das verdiente Schlussresultat. 

In der sehr engen Liga B West sind diese Punkte Gold wert. Team 1 ist nun so richtig in der Saison angekommen. Let's go!

16.10.2022 (NLB, Saison 22/23, Runde 3)

Der nächste NLA-Absteiger wartete in Runde 3. Brugg stellte sich als deutlich härterer Gegner als Romont heraus. Bitter gingen die ersten beiden Doppelpartien nach zahlreichen Matchdarts den Bach ab. Im Einzelblock konnte dann eine Reaktion gezeigt werden, der Rückstand betrug 2 Spiele. 

Das Fanionteam mit Neuling Steiner schlug sich gegen die erprobten Cracks (Nydegger, Leupi, Frieden etc.) wacker, aber leider zumeist wirkungslos. Bald schon stand die Niederlage fest, es ging an die Resultatkosmetik. Diese wiederum verlief durchaus erfolgreich. Von den letzten fünf Partien konnten noch vier gewonnen werden. 18:14 sieht weniger brutal aus als es wirklich war. 

Team 1 fehlte das ganze Spiel hinweg ein Highlight, dass die Partie richtig lanciert hätte. Keine High-Finishes, keine 180er, keine starken Spiele, kein gar nix. 

Positive Takeaways:

  • Der "Siiuu-Virus" wird einigermassen im Rahmen gehalten
  • Wir kennen nun die Pros und Kontras einer Zugfahrt nach Genf
  • Die Stimmung im Team ist stimmig


Next up: Les frères de Genève retourneront à Langnau - 30.10.2022

25.09.2022 (NLB, Saison 22/23, Runde 2)

Nur eine Woche nach der Auftaktniederlage gegen Safnern bot sich Team 1 bereits die Chance zur Wiedergutmachung. Zur Heimspielprömiööre der neuen Saison war  NLA-Absteiger Romont 1 zu Gast.

Da mit Erni, Kevin, Stifu und Reto gleich vier Stammkräfte verhindert waren, bot Captain Etter mit Michael "Flügu" Flückiger und Dario "Däru" Steiner zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft auf. Nachdem in letzter Minute auch noch eine Barbetreuung gefunden wurde, stand dem Spektakel nichts mehr im Weg:

Die Langnauer starteten schlecht in die Partie. Gleich drei von vier Doppelpartien mussten nach vielen liegengelassenen Chancen dem Gegner überlassen werden. Doch die Reaktion im ersten Einzelblock folgte postwendend: 6 von 8 Partien gingen an die Emmentaler, welche das Spiel somit gedreht hatten. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging der Kampf weiter. Das Spiel war geprägt von beidseitigen Fehlern, zu viele Partien wurden erst auf Doppel 1 entschieden. Wichtig aber, dass insgesamt mehr "Murkspartien" von den grünweissschwarzen beendet werden konnten. Däru und Flügu versteckten sich nicht und gewannen beide mindestens eine Partie. Daneben spielte Yanick starke Darts und konnte, wie Kilian und Dänu auch, alle drei Einzel für sich entscheiden. Zudem sollte hier noch erwähnt werden, dass Muck in Spiel 1 in Safnern ebenfalls alle drei Einzel gewinnen konnte - Ganz stark lieber Michael!!!

Der Zielstrich rückte immer näher und schliesslich machte Kilian im viertletzten Spiel den Sack zu, sicherte den Langnauern den 17. Sieg des Tages und somit auch die drei Punkte (Endresultat 19:13).

Das Beste folgte effektiv am Schluss: Im Witz meinte der Captain zu Daniel, welcher die nun bedeutungslose letzte Partie spielte: "Nun kannst du als einziger noch eine 180 werfen...". Zwei Aufnahmen später landeten doch tatsächlich alle drei Spitzen in der Treble-20 - wenn's immer so einfach wäre! 

Wir bedanken uns bei den fairen und lustigen Gästen aus der Welschschweiz, welche trotz Niederlage lobende Worte für unser Team und das Lokal fanden und so zu einem schönen Dartsnachmittag beitrugen. Heja SDTE!

18.09.2022 (NLB, Saison 22/23, Runde 1)

Neue Saison, neuer Spass. Frei nach diesem Motto reiste das Fanionteam des SDTE ins Seeland zum DC Safnern. Mit Ernad ("Emad") Filovic, Daniel ("Bierdarter") Böhlen, Jüre ("Altmeister") Sterchi, Michael ("Muck") Lehmann und Iwan ("Stoikus") Schertenleib spielen diese Saison gleich fünf mehr oder weniger neue Gesichter im "Eis". 

Auch der Spielmodus hat sich nach der letztjährigen Coronaanpassung geändert, neu spielen 8vs8 insgesamt 32 Partien. Unser Gegner Safnern hatte sich in der Offseason unter anderem mit Stephen Wilkinson und Reno Walraven nochmals verstärkt und startet mit Ambitionen in die Saison. 

Das Spiel selbst startete durchaus positiv: die Emmentalerkrankheit Doppelpartien befindet sich langsam in der Gesundungsphase, 1:3 führten wir im Zivilschutzbunker von Safnern. Die Einzelpartien 1-8 gingen an die Gastgeber, mit 6:6 startete der zweite Doppelblock. Das resultierende 8:8 versprach eine spannende Schlussrunde. Zwei, drei Partien kippten in dieser Phase auf die falsche Seite - Trotz grandiosem Teamspirit zeigte sich immer wieder die Klasse der Gastgeber und in den zweitletzten Einzelpartien viel die Entscheidung. Das 18:14 wiederspiegelt die Partie nicht allzu schlecht. 

Es muss aber auch gesagt sein, dass die Emmentaler klar unter ihren Möglichkeiten spielten. Jeder kann da noch einmal eine Schippe drauflegen. Es gab aber durchaus Positives mitzunehmen: Einzelne Momente im Spiel, welche das begonnene Mentaltraining zum Vorschein brachten, eine 180 von Stifu Scheidegger und die allgemein positive Stimmung machen Mut für weitere Dartserlebnisse. Weiter gehts bereits am Sonntag - Zuhause gegen Romont. Viva SDTE!